Slowliving & Simple Days

Die schönsten Sommermorgen beginnen vor Sonnenaufgang

14. August 2026
Sommermorgen

Bei mir beginnen die schönsten Sommermorgen oft schon, bevor der Tag überhaupt richtig angefangen hat. Ich liebe es, ganz früh loszugehen. Kurz bevor die Sonne aufgeht. Wenn es noch kühl ist. Wenn die Straßen leer sind. Wenn die meisten Menschen noch schlafen, aber die Vögel und ich schon wach sind.

Ich mag diese Zeit sehr.

Und nein: Dafür muss man nicht unbedingt eine Wanderung machen. Man kann auch auf dem Balkon sitzen. Mit einer Tasse Kaffee und vielleicht einem offenen Notizbuch, falls man gerne schreibt. Oder man lauscht einfach der Stadt und hört zu, wie sie langsam wach wird.

Man kann auch auf einer Decke im Garten sitzen oder auf der Parkbank gleich außerhalb vom Ort. Und dort würde ich dann noch einen kleinen Strauß aus Wiesenblumen pflücken, bevor ich nach Hause gehe und ihn mitnehmen.

Einfach nur ein bisschen Zeit, bevor der Tag laut wird.

Heute Morgen war die Welt noch ganz still

An diesem Morgen vor ein paar Tagen bin ich kurz vor Sonnenaufgang auf dem Parkplatz losgelaufen. Es war noch angenehm kühl und ich war froh um meine lange Hose. Allerdings nicht sehr lange … haha! Die Sommersonne hatte andere Pläne :).

Das Ziel an diesem Morgen war ein Aussichtspunkt, an dem ich schon öfter mal meinen Morgenkaffee getrunken habe. Den Sonnenaufgang kann man hier nicht bewundern, denn sie geht auf der anderen Seite des Hügels auf, aber das war an dem Morgen egal. Die Welt war einfach wunderschön.

Nur ich. Ein paar Vögel. Mein Kaffee. Mein Notizbuch. Und eine Stille, wie man sie nur früh am Morgen erleben kann.

Zugegeben: Ganz alleine war ich anscheinend nicht. Es raschelte irgendwann mal ziemlich laut im Wald. Hörte sich nach etwas Großem an. Ich konnte nicht sehen, was es ist und hatte mal kurz Kopfkino ;).

Vielleicht ein Reh? Oder etwas vieeeeel größeres? Warscheinlich war es ein Wildschwein, das lautstark durch den Wald marschierte und mich überhaupt nicht bemerkt hat.

Genau solche Morgen liebe ich

Kaffee, Notizbuch und ein Felsvorsprung

Später, als ich auf der Hohen Schaar auf meinem Felsvorsprung saß musste ich erstmal festhalten, wie schön dieser Morgen war. Und ich habe festgestellt, dass meine letzte Morgenwanderung schon einen ganzen Monat her war!!!

Ganz schön faul geworden, liebe Isa! Jetzt weiss ich aber wieder, wieso sich das frühe Aufstehen lohnt.

Übrigens hatte ich noch eine kurze Hose dabei, die ich gleich angezogen und für den Rückweg auch dringend gebraucht habe. Ich glaube, viel später sollte man zur Zeit wirklich nicht losgehen. Es war erst kurz nach sieben und schon soooo warm.

Also saß ich da oben und genoss meinen Morgen und meinen Kaffee. Das Vogelzwitschern …. unten aus dem Tal war ganz leise der Verkehr zu hören. Ansonsten war da nichts. Bis auf das Raschelwesen im Wald hatte ich noch niemanden getroffen.

Genau solche Morgen liebe ich.

Einen schöneren Morgen kann ich mir gerade nicht vorstellen

Du musst aber vielleicht gar nicht sooo früh aufstehen

Natürlich weiss ich, dass „vor Sonnenaufgang“ nicht für jeden nach dem perfekten Start in den Tag klingt. Muss es ja auch nicht.

Dein persönlicher Sommermorgen ist vielleicht um sieben Uhr auf dem Balkon. Oder du gehst eine Runde durch den Park, bevor es heiß wird. Vielleicht nimmst du ein Buch mit auf eine Bank, bleibst dort eine Weile sitzen uns liest. Entdeckst Schmetterlige auf einer Wiese. Siehst ein Reh.

Es geht um diese kleine Zeitspanne, in der der Tag noch ganz frisch ist, die Luft noch kühl und die Welt noch nicht so laut … und in der du das Gefühl hast, dass das alles nur dir ganz alleine gehört.

An diesem Morgen dachte ich auf jedenfalls mal wieder: Einen schöneren Morgen gibt es nicht.

Und wahrscheinlich denke ich das beim nächsten Mal wieder. Ich denke das immer ;).

Liebste Grüße, Isabell

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply